Endlich zuhause angekommen

Endlich hatten wir es geschafft. Trotz aller Unwägbarkeiten konnten wir im Juli 2013 in unser Haus einziehen. Sehr oft haben wir uns geärgert und sehr viele Telefonate mussten geführt werden um fertig zu werden. Unter dem Strich haben wir doch eine deutlich höhere Eigenleistung einbringen müssen, wie wir uns eigentlich vorgenommen hatten.
Auch nach dem Einzug endeten die Laufereien nicht. Einige Nacharbeiten mussten von den Handwerkern durchgeführt werden und in einem Fall mussten wir sogar den Verbraucherschutz aktivieren. Dazu aber später mehr. Nachdem zahlreiche Besucher unser Bauvorhaben mit begleitet haben, möchten wir das Finale nicht unerklärt lassen und darum fassen wir die letzten Monate einfach mal zusammen. Abschließend erlauben wir uns noch ein paar Worte rund um unsere Erfahrung die wir machen durften oder mussten. Vorab sei aber erwähnt, dass ECO-Haus in Person unser Bauleiter Stefan Rathje alles möglich gemacht hat um nach dem ganzen Ärger ein positives Ende zu finden.

Mit Volldamp Richtung Finale

Nach unserem Dichtfest Mitte Mai waren wir zunächst selbst gefordert. Da wir alle Maler- und Putzarbeiten in Eigenleistung machen wollten kamen diese Tätigkeiten nun auf uns zu. In wochenlanger Kleinarbeit wurden Räume verputzt, geschliffen und schließlich gestrichen. Und immer wieder, 24 Stunden rund um die Uhr musste der Bau getrocknet werden. Bis zu drei Mal am Tag mussten wir zur Baustelle fahren und die Bautrockner ausleeren, die ECO-Haus uns für die Trocknungsphase zur Verfügung gestellt hat. An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass die Bereitstellung völlig unkompliziert lief und uns wirklich sehr geholfen hat. Auch wenn die Trockenphase ja noch lange nicht abgeschlossen íst, konnten wir aber vor dem Einzug noch die Feuchtigkeit so weit senken, dass wir unsere Laminatböden guten Gewissen einbringen konnten und unsere Möbel nicht auf Betonböden stehen mussten.

Hatten wir vor unserem Hausbau nichts mit dem Handwerk zu tun, lernten wir doch eine Menge dazu. Zum Beispiel dachten wir, dass wir eine Menge Werkzeug kaufen müssen um die ganzen Arbeiten im Haus durchzuführen. Durch einen Zufall aber erfuhren wir, dass die Möglichkeit besteht bei Bauhaus unterschiedlichste Geräte für wenig Geld auszuleihen. Gesagt getan mietete ich mir also kurzerhand für ein paar Tage eine „Giraffe“. Was eine Giraffe ist? Ich meine nicht das Tier aus Afrika sondern ein Schleifgerät mit einem ca. 30cm Schleifteller und einem langen Ausleger. Dazu gehört ein Staubsauger der den ganzen Schleifstaub direkt auffängt. Die beiden Geräte in Kombination erleichtern das Schleifen der Decken und der Wände und Decken erheblich. Nur für das Streichen gab es nicht so viele Möglichkeiten. Also blieb nur die Rolle und der Eimer. Um ehrlich zu sein die Eimer. Insgesamt haben wir nämlich fast 300 Liter unterschiedlichste Farbe ins Haus gebracht. Dazu gehören 9 Rollen Tapete (wir haben fast alles gestrichen) und rund 170m² Laminatboden. Ein super Job kann ich da nur sagen, zumal wir beide nebenher noch gearbeitet haben und auch noch unseren Welpen betreuen mussten.

Aber nicht nur wir waren in den Wochen fleißig. Der durch ECO-Haus beauftragte Fliesenleger „Eric Kleinschmidt“ machte sich ans Werk und verlegte unsere Fließen im Haus. Schon ein komisches Gefühl die Fliesen das erste Mal seit der Bemusterung im vergangenen Jahr wieder zu sehen. Insgesamt finden wir das Ergebnis aber sehr schön. Erik machte eine super Arbeit, die im späteren sogar noch von unserem Tischler gelobt wurde, der die Türen eingebaut hat. Der Boden war 100% gerade. Gleiches galt für die verputzten Wände, die von den beiden Putzern aus Kiel sehr gerade und ordentlich verputzt wurden. Eine sehr schöne Arbeit. Erik besuchte uns im November noch einmal um die Sockelleisten zu setzen und letzte Restarbeiten durchzuführen. Er hatte extra ein wenig Zeit verstreichen lassen damit der Boden die Chance hatte sich zu setzen. Dadurch werden oftmals sehr früh auftretende Risse in den Fugen vermieden. Bis heute haben wir übrigends keine Setzrisse.

Unser Bauleiter Stefan Rathje erkundigte sich andauern über die Fortschritte der Handwerker und schaute auch regelmäßig vorbei. Auch der „Sauerei“ mit der Treppe nahm er sich an. Wir fühlten uns gut betreut und wahrgenommen. Schade das es nicht immer so gewesen ist. Wenn aber der Vertrieb und die Bauleitung bei ECO getrennt von einander betrachtet werden, haben wir retrospektiv den richtigen Bauträger ausgewählt. So ein Betrieb lebt halt von seinen Mitarbeitern und der Geschäftspolitik des Unternehmens.  Abschließend können wir aber heute sagen, dass ECO-Haus im Endspurt einen guten Job erfüllt hat.

Spannend war auch die Lieferung und der Einbau der Treppe. Leider konnten wir nicht beim Einbau dabei sein aber dennoch waren wir zunächst mit der eigentlichen Arbeit zufrieden. Jedenfalls war die Treppe im Haus. Geärgert haben wir uns über die Art und Weise wie unsere Baustelle durch die Treppenbauer hinterlassen wurde. Unsere Leiter, die wir bis zur Lieferung der Treppe benutzt hatten wurde einfach an die Straße gestellt. Das Verpackungsmaterial der Treppe wurde kreuz und quer durch unser Haus verteilt und auch bei der Wahl der Sägeplätze wurde frei durch jeden Raum mal ausprobiert. Jedenfalls fanden wir im ganzen Haus Reststücke und Sägespänne von der Treppe. Die Handwerker waren natürlich fort aber jedenfalls ihre dreckigen Kaffebecher haben Sie uns zum abwaschen da gelassen. Im späteren bemerkten wir dann Beschädigungen an den Flurwänden, die vom hereindrücken der Treppenwangen stammen mussten. Aber wir sollten ja, wie sich im Laufe der letzten Monate herausgestellt hat, die Gelegenheit erhalten den Treppenbauer nochmal zu befragen. Denn die Treppenwange reißt mittlerweile an den Stufen und der Treppenbauer kommt heute um sich die Schäden gemeinsam mit unserem Bauleiter von ECO-Haus anzusehen. Jedenfalls hat er den Termin so vereinbart. Ich hatte zwischendurch einige Male versucht den Treppenbauer zu erreichen aber leider hatte ich, egal welche Nummer ich gewählt habe, immer nur seinen Bruder dran.

Welche Türen passen in unser Haus...

Eigentlich hatten wir eine klare Vorstellung von unseren Türen, die wir im Haus eingebaut haben wollten. Erschrocken von der Bemusterung und dem Verhalten des Kundenberaters bei ECO-Haus in Neumünster lehnten wir die Lieferung der türen durch ECO-Haus ab. Wir erhielten daraufhin eine Gutschrift für die Innentüren, die aber in keinem Fall die tatsächlichen Kosten decken konnte. Überlegt man sich nun, dass durch diese Gutschrift sowohl das Material als auch der Einbau erstattet wird, muss der Einkaufspreis einer Tür inklusive der Zarge bei ECO-Haus irgendwo um 50,00 € herum liegen. Anders wäre das garnicht möglich. Jedenfalls mussten wir aufgrund unserer Entscheidung bei der Bemusterung Türen finden, die uns gefielen und auch in unser Haus passten. Klar für uns war, dass die Türen weiß sein sollten in Form einer Landhaustür entsprechen mussten.

Durch Zufall machte ich mich an einem Samstag auf den Weg zu Bauhaus um bisschen Material einzukaufen und stolperte hier über ein unschlagbares Angebot. Großausgeschildert stand plötzlich vor mir eine Angebotstafel, auf der zu lesen war, "NUR HEUTE! Landhaustür mit Zarge 120,00€!". Kurz überschlagen konnten wir nun also die Türen erhalten, für die wir bei ECO-Haus 200€ Aufpreis je Tür zahlen hätten sollen. Kurz zusammen gefasst hätte uns dann eine Tür über 300€ gekostet! Wer jetzt denkt, für den Preis gibt es keine Qualität hat sich getäuscht. Bei den Türen handelte es sich um Kjersgaard-Türen, die mit einem richtig kräftigem Türblatt super aussahen. Kurz um, wir bestellten die Türen bei Bauhaus und bezahlten nachher inklusive eine Glasausschnittes in der Wohnzimmertür nicht mal ein Drittel von dem, was wir bei ECO-Haus allein für den Aufschlag hätten zahlen sollen. Es lohnt also auch in Baumärkten mal nach Türen zu schauen.

Zum Wohnen braucht man eine Küche

Im März 2013 machten wir uns nochmal auf dem Weg zu unserem Küchebauer Makolla in Flensburg-Weiche. Mittlerweile wurde die Firma umbenannt in "Küche und Co" und gehörte somit einem großen Konzern an. Was sollte also noch schief gehen? Um so ärgerlicher, dass genau diese trügerische Sicherheit zu einem noch immer andauernden Streit führte, da sich die Küche im laufenden Betrieb nicht als die herausgestellt hat die wir eigentlich besprochen hatten. Aber wir fangen mal von vorne an.

Da wir damals in Weding wohnten suchten wir uns das Küchenstudio in der Husumer Straße in Flensburg-Weiche auf. Im Ausstellungsraum befand sich eine Küche, die ungefähr so aussahe wie jene, die wir gerne haben wollten. Also gingen wir hinein und beschrieben dem Kundenberater Makolla unsere Vorstellungen. Wie sollte die Küche aussehen? Auf jedenfall wollten wir einen Herd mit Induktionsfeld. Eigentlich wollten wir gern einen Gasherd bekommen. Dies war aber in unserem Haus nicht ohne weiteres möglich. Herr Makolla notierte sich unsere Wünsche und informierte uns darüber, dass wir dazu aber mit hoher Wahrscheinlichkeit neue Töpfe benötigen werden. Das war uns aber schon bekannt und da wir wussten was wir wollten hatten wir schon damit begonnen neue Töpfe zu kaufen. Ausserdem sollte es ein Ofen werden, der in Stehhöhe bedient werden kann. Auch kein Problem. Küche und Co hatte ein passenden Schrank und ruckzuck war der erste Entwurf sogar als Grafik fertig. Die Abzugshaube sollte aus Edelstahl sein und keinen Ausgang nach aussen bekommen. Ausserdem wollten wir gern damit eine Möglichkeit haben um Gewürze aufzustellen. Zufällig war in der Musterküche genau so eine Abzugshaube montiert, so dass wir unsere Vorstellung sogar zeigen konnten. Insgesamt fanden wir die Beratung super und  fühlten uns gut aufgehoben. Spätestens, nachdem der Wunsch realisiert werden konnte einen Rückwand aus Holz statt eines Fliesenschildes zu bekommen waren wir über glücklich, zumal Herr Makolla auch gleich eine Lösung für einen möglichen Masserungsunterschied präsentieren konnte. Das klang überzeugend und wir bestellten unsere Traumküche entsprechend des stattgefundenen Beratungsgesprächs.

Im Juli dann sollte die Küche geliefert werden. Vorher schaute noch jemand vorbei, ob der Elektriker alle Steckdosen gelegt hatte die benötigt werden und ob die Installationen so ausgeführt wurden, dass die Geräte auch passen. Und genau an diesem Tag begann eine Odysee, die bis heute nicht beendet ist und sogar in der Verbraucherzentrale gelandet ist. Während der Kontrolle stellte man fest, dass keine Schaltbare Steckdose über den Küchenschränken installiert wurde. Diese Steckdose wird aber benötigt, um die gewünschte Lichtleiste ein- und auszuschalten. Ein kurzer Blick auf den von Herrn Makolla erstellten Plan zeigte dann aber schnell, dass diese Steckdose nicht eingezeichnet wurde und der Elektriker daher gar keine Chance hatte diese zu montieren. Also musste der Elektriker extra noch einmal kommen, die Wand musste erneut aufgestemmt werden um eine Steckdose mit Leitungen zu setzen. 130,00 € zu unseren Lasten waren weg. Das kann passieren und war halt so passiert dachten wir zu diesem Zeitpunkt. Am Tag der Lieferung fiel uns dann auf, dass zum einen keine Holzrückwand geliefert wurde und auch die Dunstabzugshaube ließ sich nach der Montage nicht auffinden.

Nach einem kurzen Anruf bei Herrn Makolla wurde schnell zugesagt die gewünschte Dunstabzugshaube bis zum Donnerstag (3 Tage später) zu liefern. Die Holzrückwand allerdings wird nichts. Das Werk gehe in die Sommerpause. Er bestellt die Wand sofort, geliefert wird diese dann aber ganz sicher erst 5-6 Wochen später. Nun gut dachten wir. Dann ist es so aber kochen konnten wir dann ja bereits am Donnerstag. Also sollte es losgehen. Für den Donnerstag verabredete ich mich dann telefonisch mit dem Monteur für 14:00 Uhr am Haus. Bereits um 13:00 Uhr erhielt ich dann einen Anruf von diesem, wo ich denn bleibe denn er wäre schon früher fertig und stehe nun vor dem Haus und kommt nicht rein. Nachdem ich ihm erklärte, dass ich frühestens wie verabredet um 14:00 Uhr da sein kann erklärte er mir kurz und knapp dass ich dann die Wartezeit bezahlen müsste für zwei Monteure, da er schließlich einen Kollegen im Auto hat und ich nicht der einzige Kunde bin. Diese Aussage führt vielleicht nachvollziehbar dazu, dass ich nicht unbedingt entspannt geantwortet habe das er zu warten hat und wenn ihm das nicht passe müsse er sich eine Uhr kaufen oder den Beruf wechseln. Das Gespräch endete mit dann fahre ich und aufgelegt.... Unmittelbar nach dem Telefonat rief ich bei Herrn Makolla an und schilderte das Erlebnis. Ich beeilte mich nach Hause zu kommen und traf die Monteure noch an. Sofort machten die beiden sich ans Werk und riefen mich kurze Zeit später in die Küche. Man müsse die Dekorleiste an der Decke ein wenig entfernen, damit der Hals der Abzugshaube montiert werden kann. Auf meine Frage was "entfernen" bedeutet sagte er mir ca. 30 cm. Nach Abschluss der Arbeiten wurden aus den 30 cm über ein Meter inklusive Farbabplatzungen und zu meiner Überraschung stellten wir fest, dass es nicht die gewünschte Dunstabzugshaube gewesen ist sondern irgendeine andere. Ich informierte den Monteur darüber und er wollte dies mit Herrn Makolla telefonisch klären, was er auch sofort tat. Darüber hinaus hatte die Haube drei üble Kratzer im Edelstahl, die direkt im Sichtfeld lagen. Herr Makolla sagte ein Besuch vor Ort zu, der bis heute ausgeblieben ist. Auf mehrfache Nachfrage nach der fehlenden Holzrückwand, der falschen Abzugshaube, einem Drehschrank den wir gar nicht bestellt haben, einem Induktionsherd der keiner ist und der Beschädigungen an der Decke und der Abzugshaube erhielten wir keine Reaktion. Das einzige was wir erhielten waren die Androhungen eines Schufa Eintrags sollten wir die offene Restsumme nicht endlich begleichen. Über den Sommer, in dem die Küche immer noch nicht vollständig geliefert wurde erhielten wir 3 Mahnungen und nicht eine Reaktion auf unseren postalischen und elektronischen Schriftverkehr. Im September wurde per Email nachgefragt, ob wir die Rückwand noch geliefert bekommen möchten. Wenn ja sollten wir uns melden damit diese bestellt werden kann. ???? Hä.... Irgendwie hatte wir die Bestellung bereits im Juni zugesagt bekommen?? Im Oktober dann wurde die Wand geliefert und trotz einer vorher erfolgten ´schriftlichen Erinnerung an die entsprechenden, von Herrn Makolla erwähnten Distanzleisten zur Angleichung der unterschiedlichen Musterungen zu denken, klebte ein Monteur die Rückwand einfach nur an. Abschlussleisten an den Seiten wurden nicht verlängert und bis heute lösen sich einzelne Platten langsam wieder ab. Auf unsere Nachfrage was mit den anderen Punkten ist und wann diese behoben werden teilte man uns mit, dass man nichts von anderen Punkten wüsste und kein Schriftverkehr mit uns bekannt sei. Ganz ehrlich, in einem riesigen Unternehmen könnte ich das fast nachvollziehen. Aber in so einem kleinen Betrieb mit einem Kundenberater und einer Sekretärin kaum. Auf den dann erfolgten Hinweis von Frau Makolla, dass wir uns die Bestellung ansehen sollen, daraus würde hervorgehen dass es sich nicht um ein Induktionsfeld gehandelt hat besuchten wir den Verbraucherschutzbund. Hintergrund hierzu war, dass auf der Bestellung nur Zahlen zu erkennen waren die unserer Wahrnehmung nach interne Positionen kennzeichneten. So war es auch. Ändern tat es aber nichts. Wir könnten über das Thema Küche noch einige Zeilen mehr schreiben, denn bis heute ist das Thema nicht geklärt. Aufgrund der schlechten Erfahrungen haben wir ein Kundendienst mit der Behebung der Schäden an der Dunstabzugshaube beauftragt. Dieser lässt aber bis heute ebenfalls auf sich warten. Mal schauen wo das noch endet. Empfehlenswert war unsere Entscheidung die Küche in Flensburg-Weiche zu kaufen aber nicht. Der Verkaufsberater berät zwar sehr gut, scheint aber das besprochene nicht tatsächlich zu erfassen. Der Preis hört sich dann für die Vorstellungen sehr gut an, nach der Lieferung muss dann aber festgestellt werden dass es nicht die Küche ist die besprochen wurde. Sehr ärgerlich!!

Aktuelles

05. Juni 2016
Argon von PomPom hat seine IPO 2 bestanden.

 

31. Oktober 2015

Argon von PomPom hat seine IPO 1 bestanden

 

 

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